Die Zeitarbeitsfirmen stehen für zahlreiche Arbeitssuchende offen. Sie suchen nicht nur nach Arbeitskräften mit einer geringen oder einer durchschnittlichen Qualifikation. Arbeitskräfte mit einer guten Qualifikation haben bei den Zeitarbeitsfirmen gute Chancen. Für diejenigen, die kurzfristig Arbeit suchen und die flexibel sind, kann die Zeitarbeit eine Chance sein. Doch für Arbeitnehmer haben die Zeitarbeitsfirmen nicht nur Vorteile. Zeitarbeit hat viele Nachteile für Arbeitnehmer.
Von Arbeitnehmern im Zeitarbeitsverhältnis wird ein hohes Maß an Flexibilität gefordert. Die Arbeitnehmer müssen sich ständig neuen Gegebenheiten anpassen. Sie haben keinen ständigen Arbeitsplatz in Form einer festen Arbeitsumgebung. Die Arbeitnehmer haben keinen festen Kollegenkreis und müssen oft sehr kurzfristig den Arbeitsplatz wechseln, noch ehe sie sich eingewöhnt haben. Die Arbeitnehmer müssen, um flexibel zu sein, häufig längere Arbeitswege in Kauf nehmen oder können sogar bundesweit eingesetzt werden. Bei Bedarf müssen die Arbeitnehmer für Aufgaben eingesetzt werden, die eine niedrigere Qualifikation erfordern. Schnell kann es zu Unzufriedenheit kommen. Die Familie leidet nicht selten unter den langen Arbeitswegen und der teilweise ungünstigen Arbeitszeit.
Die Unfallquote ist bei Zeitarbeitskräften in der Produktion deutlich höher als bei Arbeitskräften mit Festanstellung. Das liegt daran, dass das Umfeld für die Arbeitnehmer der Zeitarbeitsfirma ungewohnt ist und sie sich oft kurzfristig an neue Verhältnisse anpassen müssen.
Ein entscheidender Nachteil der Zeitarbeit ist die schlechtere Bezahlung gegenüber der festen Einstellung in einem Unternehmen. Die schlechte Bezahlung hat für die Arbeitnehmer nur eine geringe Rente zur Folge. In eine private Altersvorsorge können die Arbeitnehmer nicht einzahlen. Die Zeitarbeitsfirmen sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmern Sozialleistungen zu gewähren, doch bekommen die Arbeitnehmer in Zeitarbeitsfirmen oft deutlich weniger Urlaub als Arbeitnehmer, die in einem Unternehmen fest angestellt sind.
Viele Zeitarbeitsunternehmen schließen mit ihren Arbeitnehmern nur befristete Arbeitsverträge ab. Die Arbeitnehmer werden lediglich über den Zeitraum, wie sie bei einem Unternehmen benötigt werden, beschäftigt. Bei Bedarf kann ein befristeter Arbeitsvertrag verlängert werden. Der Zeitraum der Beschäftigung reicht oft für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht aus. Die Folge für die Arbeitnehmer ist Arbeitslosengeld II.
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