Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sprach sich bereits vor einiger Zeit für eine Frauenquote in deutschen Unternehmen aus. Ein bestimmter Anteil der Führungspositionen in deutschen Unternehmen soll mit Frauen besetzt werden. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, ebenfalls CDU, sprach sich gegen die Quote aus.
Frauen sind noch immer benachteiligt, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht. Lediglich 3,2 Prozent der Vorstandspositionen in den 200 größten deutschen Unternehmen sind mit Frauen besetzt.
An der Qualifikation der Frauen fehlt es oftmals nicht. Frauen haben durchaus eine gute Qualifikation und verfügen oft über Zusatzqualifikationen. Warum nur sehr wenige Führungspositionen mit Frauen besetzt sind, hat verschiedene Gründe. Frauen werden von den männlichen Konkurrenten und Führungskräften nicht immer akzeptiert. Die Gleichberechtigung der Frau bleibt in dieser Hinsicht auf der Strecke.
Ein Grund dafür, dass nur wenige Führungspositionen mit Frauen besetzt sind, liegt an den Frauen selbst. Nicht alle Frauen möchten in Führungspositionen tätig sein, da sie Beruf und Familie in diesem Falle nicht miteinander vereinbaren können. Die Tätigkeit der Frauen in Führungspositionen ist mit wenig Freizeit und mit Überstunden verbunden. Sollte die Frauenquote tatsächlich durchgesetzt werden, dann müssten die entsprechenden Möglichkeiten für die Kinderbetreuung geschaffen werden.
Wären mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt, so besteht die Hoffnung, die Wirtschaft familienfreundlicher zu gestalten, denn Frauen haben Verständnis für Familien. So könnten die Arbeitszeiten familienfreundlicher und flexibler gestaltet werden, mehr Kitas und Betriebskindergärten könnten entstehen.
Frauen können, wenn sie wollen, tüchtig die Zähne zeigen. Nicht immer sind sie einfühlsam und verständnisvoll. Viele Frauen halten nichts von weiblichen Vorgesetzten, denn Stutenbissigkeit ist an der Tagesordnung.
Nicht nur auf die entsprechende Qualifikation kommt es an, wenn es gilt, die Frauenquote zu erfüllen. Die entsprechenden Qualifikationen und Erfahrungen sind unerlässlich, wenn Führungspositionen mit Frauen besetzt werden sollen. Zusätzlich kommt es jedoch auf die sogenannten Softskills an, auf Führungsqualitäten. An Durchsetzungsvermögen mangelt es bei vielen Frauen nicht, doch ebenso wichtig sind Sozialkompetenz und die Fähigkeit zum Umgang mit Menschen.
