Banken, die ihre Kunden in erster Linie als Partner und nicht als Kunden sehen, findet man selten, besonders in der heutigen Zeit, in der die Banken einen nicht mehr allzu guten Ruf haben. Aber es gibt eine Bankengruppe, bei der das Prinzip der Partnerschaft und der Solidarität im Vordergrund steht, und diese Banken sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken. Es ist die außergewöhnliche Geschichte, die diese Genossenschaftsbanken so besonders machen.

Hilfe in der Not

Im Jahre 1846 war Friedrich Wilhelm Raiffeisen zunächst Bürgermeister in Weyerbusch und später auch Bürgermeister in Flammersdorf, zwei Gemeinden, die heute zum Landkreis Koblenz gehören. In dieser Zeit herrschte bedingt durch Missernten in der Bevölkerung eine große Hungersnot. Raiffeisen half, in dem er einen Brotverein gründete, der die Armen kostenlos mit Brot versorgte. Aber das Problem lag tiefer, denn die Bauern hatten sich von Wucherern Geld für das Saatgut geliehen und konnten, bedingt durch eine Missernte, ihre Schulden nicht zurückzahlen. Die Folgen waren der Verlust des Hofes und bittere Armut. Raiffeisen gründete eine Bank, bei der die Bauern zinsgünstige Kredite bekamen und auch ein Konto führen konnten. Diese Bank war das Vorbild für alle heutigen Volksbanken.

Erfolgreich bis heute

Das Prinzip des Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dass man nur in einer starken Gemeinschaft erfolgreich sein kann, gilt bis zum heutigen Tag. Dieses partnerschaftliche Prinzip der Genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volks- und Raiffeisenbanken hat immer noch Bedeutung. Wer ein Konto bei einer der vielen Filialen eröffnet, der ist automatisch auch ein Miteigentümer der Bank, und wenn die Bank Gewinne erwirtschaftet, dann bekommen auch die Kunden ihren Teil davon. So entsteht eine partnerschaftliche Gemeinschaft zwischen der Bank und ihren Kunden. Die Volksbanken sind immer ein guter Ansprechpartner in allen finanziellen Belangen, ganz gleich, ob es sich um ein Girokonto, um Aktien oder um einen Kredit handelt.