In der westlichen Welt gewinnen die geistigen und körperlichen Übungen des Yoga immer mehr an Bedeutung. Seit Jahrzehnten reisen zahlreiche Anhänger der Lehre nach Indien, dem Mutterland der Yoga-Philosophie, um sich in einem Ashram zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen.

Mittlerweile bieten auch viele Bildungseinrichtungen in Deutschland Ausbildungen und weiterführende Seminare für Yogalehrer/innen an. Die Auszubildenden lernen, Einzelpersonen und Gruppen auf hohem Niveau nach den Lehren der indischen Yoga-Philosophie zu unterrichten.

Dauer der Ausbildung

Die Dauer der Grundausbildung für Yogalehrer/innen kann sehr stark variieren. Angeboten werden sowohl dreiwöchige Intensivkurse als auch berufsbegleitende Ausbildungen, die drei bis vier Jahre dauern. Auf jeden Fall sollte die Grundausbildung mindestens 200 bis 300 Stunden umfassen. Sie wird mit der Vergabe eines Zertifikats abgeschlossen. Yogaschulen empfehlen, nach der Grundausbildung weiterführende Seminare zu besuchen.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Yogalehrer/in

Während ihrer Ausbildung lernen angehende Yogalehrer/innen zunächst die Grundlagen der Geschichte und Philosophie des Yoga. Sie werden in die großen Yogawege eingeführt, zu denen Hatha-Yoga, Bhakti-Yoga, Karma-Yoga und Raja-Yoga gehören. Einen großen Teil der Ausbildung nehmen die zahlreichen Körperübungen in Anspruch. Diese werden nach unterschiedlichen Lehrstilen wie dem Kundalini-Yoga oder Kriya-Yoga gelehrt. Die Asuzubildenden lernen verschiedene Übungsserien nach großen Yogalehrern wie Swami Sivananda kennen. Weitere wichtige Bestandteile der Ausbildung sind die verschiedenen Atem- Meditations- und Entspannungstechniken sowie Übungen zur inneren Reinigung und Energiegewinnung. Yoga-Psychologie und yogische Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch die methodische und didaktische Unterrichtsgestaltung gehören zum Lehrplan.

Weiterführende Seminare

Viele Yogaschulen bieten weiterführende Seminare für Yogalehrer/innen zu verschiedenen Themenbereichen an. Auf diese Weise können Sie Ihre Ausbildung intensivieren und nach individuellen Interessen erweitern. So können Sie etwa Seminare zu Gesundheitsthemen wie der yogischen Ernährung und ernährungstherapeutischen Ansätzen in der westlichen Welt belegen. Wenn Sie sich in Ihren Yogakursen auf bestimmte Personengruppen spezialisieren möchten, sind Seminare mit Themen wie Yoga für Schwangere, für Kinder, für Senioren oder für Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Richtige für Sie.

Mögliche Einsatzgebiete für Yogalehrer/innen

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zur Yogalehrer/in stehen Ihnen verschiedene Tätigkeitsfelder offen. Sie können Kurse für Einzelpersonen oder Gruppen an Volkshochschulen, Sportzentren und öffentlichen Einrichtungen wie Familien- oder Nachbarschaftszentren anbieten. Viele Yogalehrer/innen gründen ihre eigene Praxis oder Yogaschule, andere sind an privaten Yogaschulen tätig. Weitere Einsatzgebiete sind Krankenhäuser und Reha-Kliniken. In Wellness-Hotels oder Gesundheitszentren können Sie ebenfalls als Yogalehrer/in arbeiten.

Quellen:

  • http://www.yoga-vidya.de/center.html
  • http://www.yoga-jetzt.net/yoga-schulen/
  • http://www.yogakurse24.de/
  • Artikelbild: Image ID 1075356 from sxc.hu by myads