Nach wie vor ist der Tod für die meisten Menschen hierzulande ein Tabuthema. Todesfallvorsorge beginnt erst langsam, den notwendigen Stellenwert einzunehmen. Testamente gibt es schon lange, aber Patientenverfügungen beispielsweise sind noch relativ jung. Zur Todesfallvorsorge zählen auch eine mögliche To-do-Liste des Verstorbenen für die Hinterbliebenen und eine Sterbegeldversicherung.

Beerdigungen sind teuer

Mit dem Wegfall des Sterbegeldes in der gesetzlichen Krankenversicherung, viel war es sowieso nicht, liegen jetzt die Kosten für die Beisetzung in voller Höhe bei den Hinterbliebenen. Wer verantwortungsvoll handelt, überlässt diese Kosten nicht der Familie, sondern sorgt aus eigener Tasche vor. Die ständig steigende Anzahl an Beisetzungen, welche durch die Sozialämter finanziert werden müssen, zeigt, dass eine Notwendigkeit besteht. Die Kosten für eine Beerdigung hängen natürlich vom Ausmaß der Zeremonie und den Rahmenbedingungen, beispielsweise dem Grabstein ab.

Aber bereits eine einfache Beisetzung geht ins Geld, wie die folgende Auflistung zeigt:

  Min € Max €
Bestatter 900 4.000
Steinmetz 300 4.000
Florist 200 800
Kirche / Trauerfeier 20 400
Friedhofsverwaltung 400 4.000
Bewirtung 200 800
Friedhofsgärtner 200 11.500
Summe 2.220 25.500

 

Diese Zahlen zeigen die Bandbreite der Kosten auf, in deren Rahmen sich eine Beerdigung bewegen kann. Sie sind allerdings auch regional unterschiedlich. Bereits die einfachste Variante liegt aber bereits über 2.000 Euro.

Sterbegeldversicherungen stellen eine echte Alternative zur finanziellen Belastung der Angehörigen dar. Bei der Auswahl der geeigneten Sterbegeldversicherung sind allerdings einige Dinge zu beachten. Im Gegensatz zu einer Risikolebensversicherung muss die Sterbegeldversicherung auf jeden Fall eine Leistung erbringen. Ende die Versicherungsdauer und die versicherte Person lebt, bleibt die Risikolebensversicherung leistungsfrei. Während die Beitragszahlungsdauer zeitlich limitiert ist, endet die Leistungsdauer mit dem Tod der versicherten Person.

Unterschiedliche Tarifierungen

Die Sterbegeldversicherung kennt zwei unterschiedliche Tarifvarianten. Im einen Fall muss die versicherte Person Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten. Gibt es hier keine Einschränkungen, besteht vom ersten Tag an in voller Höhe Versicherungsschutz. Bei der anderen Variante entfallen die Gesundheitsfragen. Dafür ist der Vertrag mit einer Wartezeit ausgestattet, die in den ersten Jahren im Fall des Todes nur eine Leistung in Höhe der eingezahlten Beiträge vorsieht. Sterbegeldversicherungen dürfen nicht in unbegrenzter Höhe abgeschlossen werden. Der Gesetzgeber sieht, auch bei mehreren Verträgen zusammen, eine Maximierung auf 25.000 Euro vor. Nicht alle Gesellschaften versichern Menschen ab dem frühen Lebensalter. Einige Versicherer sehen ein Mindesteintrittsalter von 40 Jahren vor. Das Höchstaufnahmealter variiert auch von Gesellschaft zu Gesellschaft und bewegt sich in der Regel zwischen 60 und 70 Jahren. Detaillierte Informationen finden sich auf Fachportalen wie beispielsweise sterbegeld.net.