Eine fundierte Ausbildung und eine qualitativ hochwertige Weiterbildung tun heute mehr denn je Not. Sie sind die besten Voraussetzungen dafür, um einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen – und natürlich auch, um Karriere machen zu können. Das Problem ist nur, dass sowohl eine Aus- wie auch eine Weiterbildung in der Regel sehr viel Geld kostet. Das ist zwar dann bestens investiert, doch muss man es zunächst auch erst einmal haben. Viele, bei denen es finanziell eher eng ist, schrecken daher aus Kostengründen vor eine Aus- oder Weiterbildung zurück. Dabei gibt es durchaus eine ganze Reihe von finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten, die einem dabei helfen können, die eigene Weiterbildung endlich möglich zu machen. Der Bund, die einzelnen Bundesländer und diverse Institutionen stellen unterschiedliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung, von denen wir Dir hier einmal ein paar näher vorstellen möchten.

1. Bildungs- bzw. Studienkredite

Es handelt sich dabei mittlerweile um so etwas wie den Klassiker unter den Möglichkeiten zur Bildungsfinanzierung. Das Prinzip ist ganz einfach: Man erhält von einer Bank oder einer anderen Institution einen Kredit, um damit beispielsweise ein Studium oder auch die Qualifizierung zum Meister finanzieren zu können. Dieser Kredit muss nach Abschluss des Studiums natürlich zurückgezahlt werden und selbstverständlich fallen dafür auch Zinsen an. Jedoch sind die Konditionen dabei deutlich günstiger und vorteilhafter als beispielsweise bei einem herkömmlichen Bankkredit. Die mit großem Abstand wichtigsten Anbieter sind die halbstaatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die allein im Jahr 2015 mehr als 31 300 Studienkredite vergeben hat, und das Bundesverwaltungsamt, das es 2015 auf immerhin rund 18 300 Bildungskredite bringen konnte. Daneben existieren noch mehr als 35 Anbieter, die sich zum Teil an unterschiedliche Zielgruppen wenden. Einen genauen Überblick dazu und weitergehende Informationen findest Du auf der Homepage des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) unter http://www.che.de. Ganz abgesehen von diesen „klassischen“ Anlaufstellen, haben sich mittlerweile innovative Formen der Bildungsfinanzierung etabliert, näheres dazu gibt’s hier bei Kreditvergleichonline.de zu lesen.

2.Förderprogramme der Bundesländer

Bildung ist in Deutschland zuallererst Ländersache. Jedes Bundesland bietet deshalb auch eigene Förderprogramme an, mit denen sich insbesondere Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren lassen. Die Bedingungen und Konditionen dafür unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland zum Teil erheblich, weshalb hier auch keine verbindliche Auskunft gegeben werden kann. Du findest allerdings unter der bundeseinheitlichen Förderdatenbank einen exzellenten Überblick über alle angebotenen Programme und Fördermöglichkeiten.

3. Stipendien von Stiftungen

Zahlreiche Stiftungen in Deutschland fördern die berufliche Aus- und Weiterbildung mit speziellen Stipendien. Die decken zwar meist nicht die kompletten Kosten ab, können aber einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung leisten. Gefördert werden zumeist besondere Leistungen oder bei Bedürftigkeit. Aber auch, wenn man beispielsweise besonders sozial engagiert ist oder einer bestimmten sozialen oder ethnischen Gruppe angehört, gibt es Fördermöglichkeiten durch Stiftungen.

4. Die steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungsmaßnahmen

Auch das Finanzamt hilft bei der Finanzierung einer Aus- oder Weiterbildung – allerdings eher indirekt. Die Kosten für die Maßnahme können nämlich in vollem Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Das wiederum kann dazu führen, dass die individuelle Steuerbelastung zum Teil doch ganz erheblich sinkt und man einen nicht zu unterschätzenden Teil der Einkommenssteuer wieder zurückbekommt. Grundsätzlich ist alles an Kosten absetzbar, was der beruflichen Weiterbildung dient. Dazu gehören zum Beispiel auch die Fahrtkosten, die anfallen.

5. Eltern und Arbeitgeber

Nicht vergessen solltest Du, dass auch Eltern, Großeltern und sogar dein Arbeitgeber dich bei der Finanzierung deiner Weiterbildung unterstützen können. Insbesondere viele Arbeitgeber sind dafür durchaus offen, weil sie wissen, dass ihr Unternehmen von dem zusätzlichen Wissen, das Du dir erarbeitest, profitieren kann. Einfach mal den Chef danach fragen kann da schon kleine Wunder wirken und eine enorme Hilfe sein – speziell wenn dein Studium direkt mit dem Berufsfeld im Zusammenhang steht, wird man dein Vorhaben sehr positiv aufnehmen.

Weiterbildung muss nicht am Geld scheitern

Du siehst also, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich bei seiner Aus- oder Weiterbildung finanziell unterstützen zu lassen. Welche für dich die beste ist, hängt natürlich von deinen persönlichen Voraussetzungen und nicht zuletzt auch von deinen Vorlieben ab. Wichtig ist vor allem, dass Du dich bereits vor Beginn der Ausbildung ausführlich informierst und in den meisten Fällen muss auch ein entsprechender Antrag vor dem Start gestellt werden. Informationen dazu findest du einerseits bequem online. Viele Bildungsträger bieten aber auch eine gezielte Beratung in Sachen Fördermöglichkeiten an, die Du nutzen solltest. Keine Frage: Weiterbildung ist wichtig und auch nicht leicht – am Geld muss sie aber nicht scheitern.