E-RecruitingViele Personalabteilungen nutzen noch kein System für das Bewerbermanagement – eigentlich ein Fehler: Denn nicht selten gehen Bewerbungen so in Fachabteilungen unter. Dabei kann es gerade dieser potenzielle Mitarbeiter sein, der für das Unternehmen wie geschaffen ist. Darüber hinaus hat ein modernes Bewerbermanagementsystem im Vergleich zur Excel-Tabelle den Vorteil, dass es effizienter arbeitet und sowohl den eigenen Mitarbeitern als auch den Bewerbern Aufwand und Geld spart.

Bewerber mögen keine Formulare

Jeder Bewerber versendet die Unterlagen zumeist an eine Reihe von Unternehmen. Während das Anschreiben individuell ausfällt, ändern sich an Lebenslauf und Referenzen eher wenig. Deshalb spricht auch nichts dagegen, die Unterlagen einfach online hochzuladen. So stehen sie dem Unternehmen schnell zur Verfügung, und auch der Bewerber kann schneller auf eine Antwort hoffen. Aus diesem Grund gehören entsprechende Tools, die auf das Ausfüllen von Formularen setzen, bei den Bewerbern nicht zu den beliebtesten Systemen: Denn so muss viel Zeit investiert werden, nur um die immer gleichen Informationen verschiedenen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Der demographische Wandel, der bereits in einigen Branchen auftretende Fachkräftemangel sorgt allerdings dafür, dass eine solcher, negativer erster Eindruck beim Bewerber dringend vermieden werden sollte.

Branchengrößen bieten interessante Lösungen an

Aus Unternehmenssicht gehört E-Recruiting von SAP zu den meistgenutzten Programmen. Dahinter rangieren Taleo und softgarden. Letzteres wirbt dabei besonders mit schneller und treffsicherer Kandidatenauswahl. Zudem können die Bewerber übersichtlich dargestellt und nach verschiedenen Kriterien durch Punkte bewertet werden. So wird ein transparenter Vergleich der Bewerber möglich; unübersichtliche Stapel von Bewerbungsmappen spielen keine Rolle mehr. Zudem zeigt sich die Lösung von softgarden flexibel, was die Art des Bewerbungseingangs angeht: Sowohl Bewerbungen auf dem postalischen Weg, per E-Mail oder doch im Online-Formular – das Bewerbermanagement-System von softgarden kommt mit allem zurecht.

Fähigkeiten der Mitarbeiter besser nutzen

Für Taleo vom Software-Giganten Oracle steht vor allem der Cloud-Gedanke im Vordergrund: So soll es Recruitern eines Unternehmens von der ganzen Welt aus möglich sein, auf den Bewerberpool zuzugreifen. Darüber hinaus versteht das Unternehmen Taleo als ganzheitliche Lösung, welche den Bewerber während seiner gesamten Tätigkeit im Unternehmen aus sich der Personalabteilung verwalten soll. Die „digitale Personalakte“ soll es damit ermöglichen, jederzeit auch über besondere Fähigkeiten der Mitarbeiter Kenntnis zu erlangen. Eine kürzlich durchgeführte Erhebung bei verschiedenen mittelständischen und großen Unternehmen zeigte eine überdurschnittliche Zufriedenheit mit der Softwarelösung von Oracle.

SAP stellt meistgenutzte Software zum E-Recruiting

SAP hat hingegen einen besonderen Vorteil: Die Software des Herstellers wird ohnehin in fast jedem Unternehmen genutzt. So dürfte es auch entsprechend einfacher fallen, E-Recruiting als maßgeschneiderte Softwarelösung zu verkaufen. Traditionell setzt SAP auf ein einfaches und umfassendes Controlling. So kann E-Recruiting beispielsweise auswerten, wie schnell die Besetzung einer neuen Stelle im Unternehmen durchschnittlich dauert. Umfangreiche Self-Services der Mitarbeiter entlasten ebenfalls die Mitarbeiter in der Personalabteilung. Ansonsten möchte man vor allem auf eine intuitive Bedienung setzen und die Bewerberverwaltung dadurch so einfach wie möglich gestalten.

Fazit: Vor allem große Unternehmen benötigen Bewerbermanagementsysteme

Keine Frage: Wer täglich mit vielen Bewerbern zu tun hat, kommt um eine professionelle Lösung zur Verwaltung nicht umhin. Die großen Vertreter der Branche bieten die entsprechenden Softwarelösungen an, die eine effiziente und transparente Bewerberauswahl ermöglichen. Welche Software davon besonders empfehlenswert ist, bleibt oft eine Frage der bisher genutzten Systeme: Wer bereits mit einem großen Anbieter zusammenarbeitet, wird die Geschäftsbeziehung meist auch für das E-Recruiting fortführen.