Ähnlich wie der deutsche Branchenprimus Xing ist Linkedin eine Online-Plattform zur Pflege und zum Knüpfen von Geschäftskontakten. Die Website wurde 2003 gegründet und hat nach eigenen Angaben weltweit über 135 Millionen Mitglieder. Im Gegensatz zu Xing richtet sich Linkedin nicht nur an Menschen in den DACH-Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz) sondern weltweit. In den DACH-Ländern hat Linkedin über eine Millionen Mitglieder. 2011 ging das Netzwerk an die Börse.

Für wen ist Linkedin?

Wer Linkedin besucht, und sich beispielsweise das Linkedin Profil von Stefan Glänzer anschaut, wird sehr schnell feststellen, für wen das Netzwerk gemacht wurde: für Fach- und Führungskräften sowie Experten aus aller Welt. Linkedin wirbt für sich selbst als „Wissensnetzwerk für Entscheider“. Damit dient der Aufbau des Netzwerkes vor allem der Generierung von Geschäftskontakten.

Welche Funktionen bietet Linkedin?

Da sich Linkedin als Wissensnetzwerk für Entscheider sieht, setzt das Netzwerk mehr als sein deutscher Konkurrent Xing auf die Vermittlung von Kontakten durch andere Mitglieder. Das heißt, wer sich beispielsweise mit Reid Hoffman bei Linkedin vernetzen möchte, sollte sich von einem gemeinsamen Bekannten als neuen Kontakt vorschlagen lassen. Andernfalls kann man natürlich auch direkt eine Kontaktanfrage stellen. Als besonderen Vorteil gegenüber anderen sozialen Plattformen für Geschäftskontakte sieht Linkedin jedoch sein Empfehlungssystem, da sich dadurch die Kontaktaufnahme seriöser gestaltet und so „Kontaktesammler“, die wahllos einfach jeden kontaktieren, keine Chance haben.

Dieses System hat sich vor allem bei der Vermittlung von Jobs und Geschäftskontakten über die Online-Plattform bewährt. Interessant dabei ist auch, dass Mitglieder Bewertungen zu anderen Mitgliedern, mit denen man selbst vernetzt ist, abgeben können. Dies kann als eine Art Gütekriterium oder Gütesiegel des Kontaktes angesehen werden und hilft, seine eigene Reputation im Netzwerk aufzubauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Linkedin besser als sein deutsches Pendant mit Twitter vernetzt ist.

Was kostet Linkedin?

Linkedin kann kostenfrei genutzt werden. Das heißt, alle Grundfunktionen stehen in einer kostenlosen Version zur Verfügung. Wer weitreichendere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und Vernetzung mit anderen Mitgliedern nutzen möchte, erhält entsprechende Zusatzfunktionen durch eine Art Premium-Mitgliedschaft. Wer beispielsweise vernetzten Kontakten auch E-Mails schicken möchte, muss nach dem Verbrauch eines Freikontingents dafür bezahlen. Über kostenpflichtige Accounts können darüber hinaus auch direkte Kontaktmöglichkeiten aufgebaut werden. Diese Accounts richten sich nach Angaben des Unternehmens vor allen Personaler, da für die internationale Version monatlich zwischen 20 und 75 Dollar fällig werden.

Wer also Mitglied eines seriösen sozialen Netzwerks sein möchte und Kontakte zu Management, Fach- und Führungskräften sowie Experten aus unterschiedlichen Branchen weltweit knüpfen möchte, ist bei Linkedin genau richtig, denn im Gegensatz zum Konkurrenten Xing setzt Linkedin nicht auf die Breite Masse.