Die Arbeitsvermittlung in Deutschland hat eine sehr lange Tradition. Der erste Verein für die Vermittlung von Arbeit wurde bereits 1840 in Dresden gegründet. Ausgebaut wurde dies 1893, als deutschlandweit kommunale Einrichtungen geschaffen wurden, die bei der Vermittlung von Arbeitslosen behilflich waren. Dort konnten Unternehmen nicht nur ihre freien Stellen melden. Arbeitssuchende konnten hingehen und sich um eine dieser Stellen bewerben, die dann entsprechend der Qualifikation und Eignung vergeben wurden.

Heute hat sich daran nicht viel geändert. Die Arbeitsvermittlung basiert immer noch auf diese Grundgerüst. Unternehmen melden freie Stellen – Arbeitssuchende fragen diese ab. Und doch hat sich einiges getan. So ist es hauptsächlich die Bundesagentur für Arbeit, die nicht nur freie Stellen vermittelt, sondern auch im Bereich der Weiterbildung und der Qualifikation viel tut. Zudem werden Praktika bersorgt. Und wenn man nicht gleich eine Lehrstelle findet oder sich erst einmal orientieren möchte, kann bspw. Freiwilligenarbeit im Ausland geleistet werden. Viele junge Menschen nehmen dieses Angebot gerne an, da jeder weiß, dass ein Praktikum im Ausland heutzutage sehr wichtig ist, um gerade in höheren Positionen Fuß fassen zu können.

Die Gliederung der Arbeitsvermittlungen

Es gibt zwei große Anlaufstellen bei der Arbeitsvermittlung. Zum einen ist dies die Agentur für Arbeit und das Jobcenter, die auf staatlicher Basis vermitteln und unterstützen. Hier erhält man auch Arbeitslosengeld und andere staatliche finanzielle Unterstützungen.

Zum anderen sind dies aber auch die privaten Arbeitsvermittler und Zeitarbeitsfirmen, die bundesweit aktiv sind und meist ganz gezielt Berufsgruppen suchen und in Arbeit bringen. Wer sich an eine private Arbeitsvermittlung wendet, kann einen Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur erhalten. Dieser kommt dann zum Tragen, wenn die private Arbeitsvermittlung es schafft, den Arbeitssuchenden in einen sozialversicherungspflichtigen Job zu vermitteln. Sie erhält dann eine Prämie, die 2.000 Euro beträgt und in zwei Raten ausgezahlt wird.

Um als privater Arbeitsvermittler tätig werden zu können, muss man sich in einem der dafür zuständigen Verbände und Vereine organisieren. Eine behördliche Erlaubnis ist hingegen seit 2002 nicht mehr nötig. Jeder kann somit eine Arbeitsvermittlung gründen.