Bürokratie ist schwer zu durchschauen. Zuständigkeiten werden oft nicht erkannt. Der deutsche Staat ist bemüht, sowohl örtlich als auch thematisch klare Grenzen zu ziehen. Bei der Unfallabsicherung ist es nicht anders. Im Falle eines Unfalls stellt sich neben Ihrer möglichst zügigen Gesundung die Frage, ob der Unfall versichert ist. Woher bekommen Sie nun die Unterstützung? Ist es die Berufsgenossenschaft, die Unfallkasse Hamburg oder eine private Versicherung? Sie sehen, mal wieder ist die Zuständigkeit entscheidend.

Wann greift die staatliche Unfallversicherung?

Es muss ein Betriebsunfall vorliegen. Dazu zählen neben Unfällen während der Arbeit auch Unglücke, die sich auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle ereignen. Des Weiteren werden auch betriebsbedingte Fahrten bzw. Wege zu ausgewiesenen Stellen mit in den Schutz einbezogen. Beispielsweise wird ein Unfall auf dem Weg vom Hauptgebäude zu einer Außenstelle von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. In diesem Zusammenhang wird deutlich, wie fließend die Grenzen zwischen Arbeitswegen und Freizeit sind. Die Rechtsprechung verschiedener Sozialgerichte setzt hier an und weist deutlich daraufhin, dass die zurückgelegten Distanzen auf kürzestem oder verkehrstechnisch günstigstem Wege erfolgen müssen. Ein Umweg zum Bäcker fällt somit nicht mehr unter den Unfallschutz des Staates. Allen Leistungen muss zudem ein Nichtverschulden des Versicherten am Unfall zugrunde liegen. Sämtliche anderen Wegstrecken und Aufenthaltsorte müssen folglich privat abgesichert werden. Unfallkasse Hamburg gibt es nicht mehr: Unfallkasse Nord und ihre Zuständigkeiten

Unfallkasse Hamburg gibt es nicht mehr

Die Unfallkasse Hamburg wurde im Jahre 2007 mit ihrem Pendant aus Schleswig-Holstein zur Unfallkasse Nord zusammengelegt. Ihre Aufgabe ist es, auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg sowie des Landes Schleswig-Holstein. Sie ist für die staatlichen Institutionen der Länder und Kommunen sowie rechtlich selbstständige Unternehmen und einigen Privathaushalten zuständig. Versichert werden neben Beschäftigten der genannten privaten und staatlichen Einrichtungen auch Kinder in KITAs, Schüler und Studenten.

Unfallkasse und Berufsgenossenschaft: Wer macht was?

Die Unterschiede zwischen der gesetzlichen Unfallkassen und den Berufsgenossenschaften sind nur wenigen Personen geläufig. Wahrscheinlich denken Sie auch so. Beide Einrichtungen arbeiten für die gleiche Sache eng zusammen. Ihre Aufgaben sind jedoch getrennt. Die Unfallkasse Nord ist der Ansprechpartner für sämtliche Organisationen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort versichern müssen. Diese Unternehmen, Behörden, Schulen etc. sind Versicherungsnehmer. Die Angestellten sind es nicht selbst. Um sie kümmern sich die Berufsgenossenschaften. Die Beschäftigten haben keinen direkten Kontakt zur Unfallkasse. Bei einem Betriebsunfall müssen dementsprechend auch beide Seiten umgehend ihre Ansprechpartner bei der Unfallkasse bzw. bei der zuständigen Berufsgenossenschaft von dem Vorfall in Kenntnis setzen.

Hamburg

Unfallkasse Nord

Standort Hamburg:
Spohrstraße 2
22083 Hamburg

Tel.: 040 27153-0
Fax: 040 27153-1000
E-Mail: ukn@uk-nord.de
http://www.uk-nord.de/

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord

Berliner Tor 49
20099 Hamburg

Tel.: 040 30904-9289
Fax: 040 30904-9181
E-Mail: info@hfuk-nord.de
http://www.hfuk-nord.de